openSUSE 12.2 Versionshinweise


Version:

12.2.6 (2012-08-02)

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Wenn Sie von einer älteren Version auf diese openSUSE-Veröffentlichung aktualisieren, schauen Sie bitte in die hier http://de.opensuse.org/openSUSE:Release_Notes aufgeführten Versionshinweise.

Diese Versionshinweise decken die folgenden Bereiche ab:

1. Verschiedenes

N/A

2. Installation

2.1. Für detaillierte Installationshinweise

Für detaillierte informationen, bitte die in openSUSE Dokumentation nachlesen.

3. Allgemeines

3.1. openSUSE-Dokumentation

  • In 'Start-Up' finden Sie Schritt-für-Schritt-Anleitungen, sowie Einführungen in die KDE- und Gnome-Desktops und die LibreOffice-Suite. Ebenfalls enthalten sind grundlegende Administrations Themen, wie Einsatz- und Software-Management und eine Einführung in die bash-Shell

  • Das Referenz-Handbuch behandelt Einsatz, Verwaltung und Systemkonfiguration ausführlich und erklärt, wie die verschiedenen Netzwerkdienste eingerichtet werden.

  • Das Sicherheits-Handbuch stellt grundlegende Konzepte der Systemsicherheit vor und behandelt sowohl lokale als auch Netzwerk-Sicherheitsaspekte.

  • Der System-Analyse- und Tuning-Guide hilft bei der Problemerkennung, -Auflösung und Optimierung

  • Virtualisierung mit KVM bietet eine Einführung in die Einrichtung und Verwaltung von Virtualisierungstechniken mit KVM, libvirt und QEMU-Tools.

3.2. Windows Domain Logon mit KDM

CHECKIT für 12.2

Im SUSE KDM Thema funktionieren Windows Domänen-Anmeldungen nicht.

Um dieses Problem zu umgehen, setzen Sie DISPLAYMANAGER_KDM_THEME auf einen leeren String in /etc/sysconfig/displaymanager um das Standard-KDM Thema zu verwenden:

DISPLAYMANAGER_KDM_THEME=""

4. System Aktualisierung

4.1. sysvinit veraltet

Einige Desktopkomponenten bauen auf Dienste auf, die nur von systemd bereitgestellt werden. Obwohl openSUSE 12.2 immer noch eine grundlegende Unterstützung für sysvinit als Rückfallebene mitbringt, wird sysvinit nicht mehr als aktuell betrachtet und ist möglicherweise fehleranfällig oder funktioniert in mancher Hinsicht nicht richtig. Wenn Sie also irgendwelche Probleme beim booten mit sysvinit haben, benutzen Sie bitte zuerst systemd, bevor Sie einen Fehlerbericht ausfüllen.

4.2. mount und losetup bieten keine Unterstützung mehr für cryptoloop

cryptoloop hat bekannte Schwächen und wird, schon seit Jahren, zu Gunsten von dm-crypt als obsolet betrachtet. mount (z.B. via /etc/fstab) und losetup haben nun auch endlich die Unterstützung für cryptoloop einstellt. Das bedeutet, dass alte fstab-Einträge, die cryptoloop benutzen, um auf verschlüsselte Container zuzugreifen nicht mehr auf diese Weise funktionieren werden. Trotzdem können Sie immer noch mit dm-crypt (/etc/crypttab) auf diese Container zugreifen. Ziehen Sie http://en.opensuse.org/Encrypted_Filesystems zu Rate, um Beispiele für diese neue Methode zu finden.

4.3. Verschlüsselte Partitionen mit Systemd einhängen

Wenn verschlüsselte Partitionen mit 'systemd' nicht automatisch verwendet werden, könnte dies an einem noauto Flag in /etc/fstab der betreffenden Partitionen liegen. Ersetzen Sie das noauto durch nofail mit abändern der folgende Zeile von:

/dev/mapper/cr_sda3  /home   ext4    acl,user_xattr,noauto 0 2

in

/dev/mapper/cr_sda3  /home   ext4    acl,user_xattr,nofail 0 2

5. Technisch

5.1. Initialisierung der Grafik mit KMS (Kernel Mode Setting)

Mit erscheinen von openSUSE 11.3 wechselten wir zu KMS (Kernel Mode Setting) für Intel, ATI und NVIDIA-Grafik. Wenn Probleme mit der KMS-Treiber-Unterstützung (Intel, radeon, nouveau) auftreten, deaktivieren Sie KMS mit dem Eintrag: nomodeset in der Kernel-Boot-Befehlszeile des Bootmenüs. Um diese Einstellung dauerhaft zu verwenden, fügen Sie den Eintrag in der Kernel-Kommandozeile in /boot/grub/menu.lst hinzu. Mit der Option modeset wird sicher gestellt, dass das entsprechende Kernel-Modul (intel, radeon, nouveau) geladen wird. Ist der Eintrag auf modeset=0 in initrd geändert, wird damit KMS (Kernel-Mode-Setting) deaktiviert.

In den seltenen Fällen kann das Laden des DRM-Modul von initrd ein generelles Problem darstellen. Dazu kann dann die Variable NO_KMS_IN_INITRD via YaST → System → 'Editor für /etc/sysconfig' im Menü/Reiter: 'Kernel' dauerhaft von Standardwert: no auf yes abgeändert werden. Beim Beenden wird initrd neu eingelesen und die geänderte Einstellung beim System-Neustart aktiv.

Auf Intel Hardware ohne KMS (Kernel-Kode-Setting), fällt X.org auf den fbdev Treiber (die Intel-Treiber unterstützt nur KMS) zurück. Alternativ dazu steht für ältere GPUs von Intel, der "intellegacy" Treiber (xorg-x11-driver-video-intel-legacy Paket) zur Verfügung. Um diesen benutzen zu können, muss /etc/X11/xorg.conf.d/50-device.conf editiert werden. Dazu den Eintrag des Treibers nun auf: intellegacy abändern.

Auf ATI Hardware für aktuelle GPUs fällt das System wieder auf radeonhd zurück um mit NVIDIA Hardware ohne KMS den nvTreiber zu verwenden (der Nouveau-Treiber unterstfbdev Treiber nur verwenden, wenn nomodeset als Kernel-Boot-Paramente gesetzt wird.

5.2. Starten mit dem veralteten sysvinit

Standardmäßig startet openSUSE nun mit systemd. Bei Problemen können Sie versuchen mit der veralteten Methode über sysvinit starten. Drücken Sie dazu im Bootmenü die Taste 'F5'. Um weitere Informationen über die Beschränkungen beim Booten mit sysvinit zu erhalten, lesen Sie Abschnitt 4.1, „sysvinit veraltet“.

5.3. Systemd: Die Versorgung Service Start-up-Parameter

systemctl unterstützt nur "Standard" -Parameter (siehe http://www.freedesktop.org/wiki/Software/systemd/Incompatibilities.

Dieses neue Verhalten kann durch Aufruf des Start-up-Skript direkt, zum Beispiel zu umgangen werden:

cd /etc/init.d
./apache2 <your_parameters>

5.4. systemd: System herunterfahren

Um das System zum Herunterfahren zu bewegen, nutzen Sie Ausgabe halt-p oder shutdown-h now auf der Kommandozeile. Oder ändern Sie die Belegung der Taste zum 'Herunterfahren' über 'Systemeinstellungen → Anmeldebildschirm → Herunterfahren' auf den Wert: /sbin/shutdown-h -P now ab.

Hinweis: Ein einfaches /sbin/halt fährt das System nicht herunter.

5.5. systemd: die Nutzung von tmpfs: /run, /var/run, /media, etc.

systemd legt verschiedene Verzeichnisse an, die zur vorübergehenden Speicherung von Daten dienen. Dateisysteme tmpfs: /run, /var/run, /var/lock, und /media sind solche Verzeichnisse. Mehr Information darüber finden sich auf http://lwn.net/Articles/436012/.

Hinweis: Besser keine Daten in /run, /var/run, etc aufbewahren, weil diese beim Systemneustart gelöscht werden.

5.6. systemd: Verzeichnisse aufräumen (/tmp und /var/tmp)

systemd unterhält Verzeichnisse wie in tmpfiles.d Verzeichnis und in /lib/systemd/system/systemd-tmpfiles-clean.timer angegebenen. Mehr Informationen finden sich in tmpfiles.d manpage.

Standardmäßig reinigt systemd das tmp Verzeichnis als tägliche Konfiguration in /usr/lib/tmpfiles.d/tmp.conf:

d /tmp 1777 root root 10d
d /var/tmp 1777 root root 30d

Hinweis: Systemd schenkt den sysconfig Variablen in /etc/sysconfig/cron keine Beachtung. Dies Betrifft z.B. TMP_DIRS_TO_CLEAR.

5.7. Zeitzoneninformationen in /etc/adjtime

Die dritte Zeile in /etc/adjtime enthält nun Informationen darüber, ob Ihre BIOS-Uhr auf UTC oder die lokale Zeitzone eingestellt ist (diese Einstellung wurde früher in der Variable HWCLOCK in /etc/sysconfig/clock gespeichert).

Falls /etc/adjtime inkorrekte drift-Informationen enthält (zum Beispiel, nachdem Datum und Uhrzeit mit ntpdate aktualisiert wurde oder wenn ntpd läuft), setzten Sie die Variable USE_ADJUST in /etc/sysconfig/clock auf "no".